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Chirurgie - Unfallchirurgie - Orthopädie, Praxisklinik für ambulante Operationen Telefon: 02166 . 4 70 26
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Hydrojet

Rückenschmerz-Patienten machen den Großteil der täglichen Klientel in der orthopädischen Praxis aus. Bei sorgfältiger diagnostischer Analys stellen sich ca. 90 Prozent der Rückenschmerzen als Folge mechanischer Fehlbelastung heraus, nur noch 5 Prozent sind durch Bandscheibenvorfälle, weitere 5 Prozent durch neurogene, traumatische, osteoprotische, entzündliche u.a. Krankheitsformen begründet. Risikofaktoren funktioneller Rückenschmerzen sind die Abfolge von Be- und Entlastung der Wirbelsegmente im Alltag sowie die individuelle emotionale und verhaltensmäßige Reaktion auf das Schmerzgeschehen.

Pathophysiologie

Neurophysiologisch unterscheiden wir zwischen neuralgischem Schmerz als Folge einer direkten mechanischen Kompression von Nervenstrukturen und dem Rezeptorenschmerz als Folge der Reizung von reichlich wirbelsäulennah lokalisierten Nozizeptoren. Die chronische Fehlinnervation im Sinne des Rezeptorenschmerzes führt zur Ausbildung muskulärer Dystonien, die sich u.a. als terdinöse, tendovaginöse, bursale und periostale Störungen bis hin zu Fehlhaltungen, Fehlmotorik und knöchernen Veränderungen (Arthrose) äußern.
Zusätzlich resultieren individuell unterschiedlich ausgeprägte vegetative Störungen mit dem Ergebnis lokaler Störungen der  Durchblutung und Mikrozirkulation.

Ca. 50 % der Nozizeporen sind im Weichteilmantel der Wirbelsäule konzentriert, so dass reversible Funktionsstörungen der Wirbelsäule häufigste Ursache für vertebrale Rezeptorenschmerzen sind.

Therapie

Therapeutisch stehen dem Chirurg bei neuralaischen Schmerzen zunächst die lokale sowie systemische medikamentöse Therapie, anschließend die manuelle und apparative physikalische Therapie sowie in besonderen Fällen die Operation zur Verfügung. Nach einer differenzierten Diagnostik ist die frühzeitige kombinierte Schmerztherapie hier zur Vermeidung einer Chronifizierung des Schmerzsyndroms von besonderer Bedeutung. Beim Rezeptorenschmerz des Rückens stehen im Vordergrund die manuelle Medizin, die physikalische Therapie, die passive und aktive Krankengymnastik sowie fakultativ die lokale und systemische medikamentöse Therapie.

Die Physikalische Therapie bei Funktionsstörungen der Wirbelsäule hat u. a. folgende Ziele:

  • Schmerzlinderung
  • Muskelentspannung
  • Hyperämisierung
  • Auflockerung des Bindegewebes
  • Funktionsverbesserung
  • Beseitigung von Fehl- und Schonhaltungen
  • Psychovegetative Umstimmung

Die Unterwasser-Druckstahlmassage "HYDRO-JET Medical" vereinigt eine ganze Reihe positiver Effekte verschiedener physikalischer Therapieformen:

  • Steigerung bzw. Verminderung des Muskeltonus
  • Lokale Durchblutungs- und Stoffwechselsteigerung
  • Lockerung des UnterhautzeIlgewebes
  • venöse und lympathische Entstauung
  • Reflektorische Linderung von Schmerzzuständen
  • Lösen von Narbengewebe
  • Aktivierung bzw. Dämpfung des vegetativen Nervensems mit günstigen Effekten auf die inneren Organe
  • Steigerung der Effizienz anschließender therapeutischer Maßnahmen (Extension, manuelle Therapie, Krankengymnastik)
  • Verbesserung der Aussagekraft anschließender funktioneller diagnostischer Maßnahmen (Manuelle Diagnostik, Optrimetrie und u.a.)
  • Kombinierbar mit Lumbexwürfel zur gleichzeitigen Extersion

Vorteile des HYDRO-JET Medical gegenüber anderen physikalischen Therapieformen:

  • Keine Kreislaufbelastung
  • Kein Nachschwitzen
  • Individuell zuverlässig dosierbar
  • Wenig Zeitaufwand für Patienten (10 - 20 Minuten Therapiezeit, kein Abtrocknen, keine anschließende Ruhezeit)
  • Wenig personalintensiv für Praxis (nur kurze Einweisung)
  • Geringe Unterhaltungskosten und Wartungsaufwand
  • Höchste Akzeptanz bei Patienten
  • Optimale Wirtschaftlichkeit

Indikationen zur Therapie mit dem HYDRO-JET Medical u.a.:

  • Reversible Funktionsstörungen der Wirbelsäule
  • Subakute Lumbago
  • Fibromyalgie
  • Psychovegetative Dystonie
  • Initiale Osteoporose
  • Chronische Polyarthritis
  • Muskuläre Übermüdung
  • Funktionsstörungen der Wirbelsäule bei Patienten mit (medikamentöser) Gerinnungsstörung

Kontraindikationen zur Therapie mit dem HYDRO-JET Medical u.a.:

  • Akute Lumoischialgie, Lumbalgie
  • Akute Traumen
  • Akute Entzündungen
  • Akuter Schub einer Polyarthritis
  • Dekompensierte Herzinsuffizienz
  • Maligne Erkrankungen
  • Osteoporose mit frischer Sinterungsfraktur

Die Unterwasserdruckstrahlmassage mit dem HYDRO-JET Medical bedeutet eine

  • Wertvolle Ergänzung des konservativen Therapiekonzeptes bei Rückenschmerzen
  • Verbesserung der Patientenbindung durch hohe Zufriedenheit der Behandelten
  • Berechenbare Wirtschaftlichkeit, da keine Abrechenbarkeit nach EBM gegeben.
© 2015 | Dr. med. Joachim Schier + Arndt Lehnen

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